Länger ausatmen
Atme länger aus als ein. Etwa vier Zählzeiten ein, sechs bis acht aus. Das aktiviert deine Bremse, den Parasympathikus, in wenigen Minuten. Zwei, drei Minuten reichen für den Anfang.
Der Kopf rattert weiter, obwohl du längst müde bist. Das ist kein Willensmangel und kein reines Kopfthema. Es ist dein Nervensystem, das noch unter Strom steht. Hier erfährst du, warum das passiert und wie du wirklich zur Ruhe kommst, ganz ohne dich runterzufahren.
Du sitzt auf dem Sofa, aber innerlich läufst du noch. Die To-dos kreisen, der Nacken ist eng, und obwohl du müde bist, kommst du nicht runter. Nachts um drei bist du hellwach. Viele Menschen, mit denen ich arbeite, kennen genau das.
Die gute Nachricht: Das ist kein Charakterfehler und keine fehlende Disziplin. Dein Körper hält an einem alten Schutzmuster fest, das ihm früher geholfen hat. Und genau dort lässt es sich auch wieder lösen. Nicht im Kopf, sondern im Körper.
Wenn das schon länger so geht, lohnt sich ein genauer Blick auf dein Nervensystem. Gemeinsam und in Ruhe.
Dein autonomes Nervensystem hat zwei Modi. Der Sympathikus ist dein Gaspedal. Er macht dich wach, schnell und leistungsfähig, wenn es darauf ankommt. Der Parasympathikus ist deine Bremse. Er sorgt für Erholung, Verdauung, Schlaf und echte Ruhe. Gesund ist der Wechsel zwischen beiden.
Wenn du über Monate im hohen Tempo funktionierst, klemmt das Gaspedal. Dein System bleibt in Alarmbereitschaft, auch wenn längst keine echte Gefahr mehr im Raum ist. Abends auf dem Sofa läuft der Motor einfach weiter. Deshalb liegst du müde, aber wach, und der Kopf sucht sich Sorgen, an denen er sich festhalten kann.
Du brauchst nicht weniger Gaspedal. Du brauchst wieder Zugang zu deiner Bremse.
Vielleicht hast du schon einiges probiert. Sport, Meditation, ein Glas Wein, früher ins Bett. Es hilft, aber es hält nicht. Das liegt nicht an dir. Anspannung, die über Jahre entstanden ist, sitzt nicht nur im Kopf. Sie sitzt im Gewebe.
Dein Körper hat gelernt, in bestimmten Situationen dichtzumachen. Das war früher clever und hat dich geschützt. Heute läuft dieses Muster automatisch, tief unter deiner bewussten Steuerung. Ein Vorsatz erreicht es nicht. Deshalb lässt sich Anspannung nicht einfach wegdenken oder wegatmen, solange dein System weiter auf Gefahr steht.
Nervenfasern durchziehen dein Fasziengewebe. Faszien reagieren auf Stress und Emotionen, ziehen sich bei Dauerbelastung zusammen und halten Anspannung fest. Genau dort setzt Körperarbeit an, wo Worte allein nicht hinkommen.
Quelle: Faszienforschung (u. a. R. Schleip, Fascia Research Group, TU München); Spektrum der Wissenschaft.
Deshalb arbeite ich nicht gegen dein Tempo, sondern mit deinem Körper. Wir zeigen deinem Nervensystem, dass es sicher ist, die alte Härte loszulassen. Nicht damit du schlapp wirst, sondern damit du wieder mit echter, wacher Energie da bist.
Tippe an, was auf dich zutrifft. Du bekommst sofort eine ehrliche Einordnung. Kein Test, keine Diagnose, nur ein kurzer Blick nach innen.
Dein System kommt gut in die Ruhe. Achte weiter bewusst auf deine Übergänge zwischen Anspannung und Erholung.
Du brauchst kein großes Programm. Es sind kleine, ehrliche Signale an deinen Körper, am besten jeden Tag.
Atme länger aus als ein. Etwa vier Zählzeiten ein, sechs bis acht aus. Das aktiviert deine Bremse, den Parasympathikus, in wenigen Minuten. Zwei, drei Minuten reichen für den Anfang.
Gönn dir ein kurzes Ritual zwischen Arbeit und Feierabend. Einmal um den Block, Hände waschen, umziehen. Dein Körper braucht ein klares Signal: Jetzt ist ein anderer Modus dran.
Spür bewusst nach, wo gerade Spannung sitzt, in Kiefer, Schultern oder Bauch. Nicht bewerten, nur wahrnehmen und weich werden lassen. Wahrnehmung ist der erste Schritt zur Lösung.
Schüttel dich aus, dehne dich, komm in Bewegung. Nicht als Leistung, sondern um festgehaltene Spannung aus dem Gewebe zu lassen. Der Körper will die Energie loswerden, die tagsüber liegen geblieben ist.
Wenn diese Impulse nicht ausreichen, weil das Muster zu tief sitzt, arbeiten wir in der Körperarbeit genau daran. Direkt am Gewebe und an deinem Nervensystem.
Nicht unbedingt. Nicht abschalten zu können ist ein Warnsignal deines Nervensystems, oft lange bevor es ein Burnout wird. Genau deshalb lohnt es sich, früh hinzuschauen. Wenn du dich dauerhaft erschöpft, freudlos oder körperlich krank fühlst, sprich bitte zusätzlich mit einer Ärztin oder einem Arzt.
Coach, Körperpraktikerin und Gründerin der CORE.LEADERSHIP-Methode
Seit über 25 Jahren steht Mandy-Marie auf der Bühne, seit über zehn Jahren begleitet sie Menschen zurück in ihren Körper. Als ausgebildete Faszien- und Fitnesstrainerin, Coach und Körperpraktikerin arbeitet sie mit Menschen, die nach außen funktionieren und innerlich nicht mehr zur Ruhe kommen. Ihr Studio ist in Walluf bei Wiesbaden, viele Formate laufen auch online.
Wenn du das Gefühl kennst, ständig unter Strom zu stehen, lass uns in Ruhe schauen, was dein Nervensystem gerade braucht. In einem unverbindlichen Erstgespräch findest du heraus, ob die Körperarbeit für dich passt.
Oder schreib mir direkt über WhatsApp. Ich melde mich persönlich bei dir.
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